Kölner A I N S Kolloquium

online

Termine

Das Kolloquium der Klinik für Anästhesiologie und operative Intensivmedizin in Merheim findet als Webex-Event (ab September 2025 per Microsoft Teams) statt. Bis auf wenige Ausnahmen ist die Veranstaltung von der Ärztekammer Nordrhein anerkannt (2 Fortbildungspunkte). 
Die Anmeldung ist kostenlos! 

Die Fortbildung findet in Microsoft Teams statt, die Namen der Teilnehmer sind für andere während der Veranstaltung nicht sichtbar.  

Zu flach, zu tief, weiß nicht – Neues zur Theorie der Narkotika-Wirkung und Monitoring der Narkosetiefe

Prof. Dr. R. Ellerkmann, Dortmund

26. Februar 2026, 17.30 Uhr
Die Feststellung, dass Narkosetiefe zu flach oder zu tief sein kann, dies bedarf keiner Klärung. Und dass wir manchmal ratlos sind und mutmaßen, die Narkose könne zu flach oder zu tief gewesen sein, da sind sich sicherlich auch alle einig. Aber ob das klassische Monitoring der Narkosetiefe mittels EEG-Messung das postoperative Delir vermeiden kann, da gibt es schon ein geteiltes Echo. Auch ist es fraglich, ob zu tiefe Narkose tatsächlich Einfluss auf die Krankenhausmortalität hat. Und lässt sich Awareness nicht eigentlich auch durch eine balancierte Narkose mit volatilen Anästhetika komplett verhindern. Reicht die Messung des frontalen EEGs überhaupt aus, um auch das implizite Bewusstsein zuverlässig auszuschalten. Und wie beeinflussen Muskelrelaxantien eigentlich die zuverlässige Messung der Narkosetiefe?

Die Möglichkeiten aber auch die Grenzen der Narkosetiefenmessung möchte ich gerne anhand der vorhandenen Literatur beleuchten und auch auf neue Erkenntnisse aus der DSA-Betrachtung (Density Spectral Array) des EEGs eingehen.
Anmeldung

ECLS – Grenzen verschieben, ethisch handeln

Priv.-Doz. Dr. Christoph Adler, Leverkusen

26. März 2026, 17.30 Uhr
Jährlich erleiden 120.000 Menschen in Deutschland einen Herzkreislaufstillstand außerhalb eines Krankenhauses. Trotz intensiver Bemühungen und medizinischer Fortschritte überleben nur etwa 10% der Betroffenen das Indexereignis. Nicht selten reichen konventionelle Reanimationsmaßnahme nicht aus, um ein Wiedereinsetzen des Spontankreislaufes erreichen zu können.
ECLS (Extracorporeal Life Support) hat die Grenzen der Akut- und Intensivmedizin in den letzten Jahren deutlich verschoben und ermöglicht nitunter die initiale Stabilisierung von Betroffenen mit Herzkreislaufstillstand. Für das Behandlungsteam bedeutet der Einsatz von ECLS nicht selten ein Arbeiten an der Grenze des medizinisch und ethisch Machbaren, das hohe fachliche Expertise, schnelle Entscheidungsfindung und interdisziplinäre Zusammenarbeit voraussetzt. Der sinnvolle Einsatz basiert auf einer klaren Indikationsstellung, realistischen Therapiezielen und einer kontinuierlichen Bewertung des klinischen Verlaufs. ECLS ist dabei kein Endpunkt, sondern eine zeitlich begrenzten Überbrückungstherapie, deren Erfolg maßgeblich von Erfahrung, Struktur und unklaren Entscheidungsprozessen abhängt.
Anmeldung

Blutdruckmessung – was man wirklich wissen muss

PD Dr. Agnes Meidert, München

23. April 2026, 17.30 Uhr
Die Blutdrucküberwachung gehört zu den absoluten Basismaßnahmen in Anästhesie, Intensiv- und Notfallmedizin – und wird doch im klinischen Alltag oft als selbstverständlich hingenommen. Doch wie funktionieren invasive und nichtinvasive Messverfahren wirklich? Warum unterscheiden sich Werte zwischen Arterie und Oberarmmanschette? Welchen Einfluss haben Lagerung, Messort und Technik auf die Aussagekraft der Werte? Braucht mein Patient wirklich einen arteriellen Katheter – und wenn ja, wann? Sind Palpation und Auskultation noch zeitgemäß? Wie kann man am Finger Blutdruck messen? Und was taugen eigentlich Uhren und Ringe, die behaupten, den Blutdruck zu messen?

Der Vortrag spannt den Bogen von den physiologischen Grundlagen über die technischen Limitationen der Verfahren bis zu typischen klinischen Fallstricken. Er räumt mit verbreiteten Mythen auf und gibt konkrete, praxisnahe Entscheidungshilfen – damit Sie nicht irgendeinen Blutdruck behandeln, sondern den richtigen.
Anmeldung

Perioperative Sauerstofftherapie – Radikal, Liberal, Konservativ - welche Strömung ist die richtige?

Prof. Dr. med. Marc Moritz Berger, Ludwigsburg

28. Mai 2026, 17.30 Uhr
Weltweit werden jährlich mehr als 310 Millionen Operationen durchgeführt. Der liberale Einsatz hoher Sauerstoffmengen im perioperativen Setting wird durch den Wunsch bestimmt, eine Hypoxämie zu verhindern. Aufgrund einer im Jahr 2016 von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) ausgesprochenen Empfehlung, werden hohe Sauerstoffkonzentrationen ebenfalls zur Reduktion postoperativer, chirurgischer Wundinfektionen (SSIs) eingesetzt. Bedenken hinsichtlich der Evidenz dieser Empfehlung und das Wissen über potenzielle Nachteile hoher Sauerstoffkonzentrationen haben zu erheblichen Diskussionen in der Fachwelt sowie zu einer großen Variabilität in der klinischen Praxis der perioperativen Medizin geführt. Im Bereich der Notfallmedizin und Intensivmedizin ist eine Hyperoxie überwiegend mit negativem Outcome assoziiert. Der Vortrag fasst die aktuelle Studienlage zur perioperativen Sauerstofftherapie zusammen und spannt einen kurzen Bogen zu der Frage, was diesbezüglich von der Höhenmedizin gelernt werden kann.
Anmeldung

S3-Leitlinie: Sepsis – Prävention, Diagnose, Therapie und Nachsorge – Update 2026

Univ.-Prof. Dr. Thorsten Brenner, MHBA, Essen

25. Juni 2026, 17:30 Uhr
Im April des vergangenen Jahres 2025 ist die neue S3-Leitlinie „Sepsis – Prävention, Diagnose, Therapie und Nachsorge“ unter der Federführung der Deutschen Sepsisgesellschaft (AWMF-Reg.-Nr.: 079-001) veröffentlicht worden, die ein Update zur gleichnamigen Leitlinie der DSG aus dem Jahr 2018 darstellt. Dabei wurde das Update der „Surviving sepsis campaign (SSC): international guidelines for management of sepsis and septic shock“ aus dem Jahr 2021 als Referenzleitlinie zugrunde gelegt. Außerdem fanden zahlreiche weitere aktuelle deutsche Leitlinien (wie z.B. zur invasiven Beatmung, Nierenersatztherapie oder auch zur Lagerungstherapie) Berücksichtigung, so dass eine sehr umfassende neue S3-Sepsis-Leitlinie entstanden ist, die insg. 57 evidenzbasierten Empfehlungen, 29 Expertenkonsensus und 2 Statements umfasst. Im Rahmen des Vortrages sollen nun die wesentlichen Neuerungen sowie die jeweils zugrundeliegende Studienlage vorgestellt werden, um dem Intensivmediziner eine Evidenz-basierte Versorgung von Patientinnen und Patienten mit Sepsis oder septischem Schock zu ermöglichen.
Anmeldung

  • Dr. a. M.

    Facharzt
    Vielen Dank für das interessante Notfallseminar Mythen und Fakten zur Schwerverletztenversorgung!
  • Dr. med. A. K. 

    Facharzt
    Sehr cool! Gute Referenten, knackige Präsentationen, auf den Punkt gebrachte Diskussionen

Die Klinik für Anästhesiologie und operative Intensivmedizin stellt sich vor

Die Aufgaben dieser Klinik bestehen in der Betreuung von Patienten vor, während und nach einer Operation. Dazu gehört die Durchführung von Narkosen und Regionalanästhesieverfahren sowie die Überwachung und Aufrechterhaltung der lebenswichtigen Organfunktionen während der Operationen und der weiteren Betreuung des Patienten unmittelbar nach der Operation, einschließlich schmerztherapeutischer Maßnahmen und Intensivbehandlung.

Die Anästhesie oder Narkose dient in erster Linie der Schmerzfreiheit während einer Operation. Sie wird für
jeden Patienten individuell geplant und durchgeführt.

Um dieses zu erreichen gibt es prinzipiell mehrere Möglichkeiten und Verfahren. Alle wichtigen Informationen zum Narkosevorgespräch (Prämedikation), dem geeigneten Narkoseverfahren, der Versorgung nach der Anästhesie sowie unsere speziellen Leistungsangebote finden Sie unter dem jeweiligen Stichwort auf der linken Seite.

Wir wünschen Ihnen für Ihren Aufenthalt alles Gute und hoffen, Ihnen jederzeit mit Rat und Tat zur Seite stehen zu können.

Ihr Prof. Dr. Frank Wappler
Test
Den nachfolgenden Firmen danken wir für die Unterstützung der Kolloquien:
AbbVie Deutschland GmbH&Co.KG     750 ,- €
Becton Dickinson GmbH                        150 ,- €
Medlinq Softwaresysteme GmbH         500 ,- €
Pfizer                                                          500 ,- €
Karl Storz SE & Co. KG                            1000,- €

Die Sponsoringbeträge werden verwendet für
Software /Online Veranstaltung u. Reisekosten der 
Referenten
linkedin facebook pinterest youtube rss twitter instagram facebook-blank rss-blank linkedin-blank pinterest youtube twitter instagram