Das Kolloquium der Klinik für Anästhesiologie und operative Intensivmedizin in Merheim findet als Webex-Event (ab September 2025 per Microsoft Teams) statt. Bis auf wenige Ausnahmen ist die Veranstaltung von der Ärztekammer Nordrhein anerkannt (2 Fortbildungspunkte). Die Anmeldung ist kostenlos!
Die Fortbildung findet in Microsoft Teams statt, die Namen der Teilnehmer sind für andere während der Veranstaltung nicht sichtbar.
Perioperative Antibiotikaprophylaxe – was, wann und wie viel
Dr. C. Lanckohr, Münster
05. November 2026, 17:30 Uhr Die perioperative Antibiotikaprophylaxe (PAP) ist eine zentrale Maßnahme zur Reduktion postoperativer Wundinfektionen. Daher ist es ein wichtiges Ziel in der perioperativen Medizin, die PAP korrekt durchzuführen. Leider zeigen viele Untersuchungen, dass die Umsetzung im klinischen Alltag verbessert werden kann. Dieser Vortrag beleuchtet die aktuelle Evidenzlage und gibt einen kompakten Überblick über relevante nationale und internationale Leitlinienempfehlungen. Dabei stehen praktische Aspekte im Mittelpunkt: Substanzwahl, optimales Timing, Dosisanpassung bei adipösen Patienten und Dauer der PAP. Ziel ist es, den Teilnehmenden konkrete Handlungsempfehlungen für den anästhesiologischen Alltag im OP mitzugeben – evidenzbasiert, pragmatisch und direkt anwendbar.
SLGT2-Inhibitoren in der perioperativen Medizin – wie ist es denn jetzt?
Dr. Sebastian Roth, Essen
26. November 2026, 17.30 Uhr
SGLT2-Inhibitoren sind hochwirksame Medikamente zur Behandlung von Diabetes mellitus, chronischer Herzinsuffizienz und chronischer Niereninsuffizienz. Sie verbessern wichtige klinische Endpunkte und werden daher von nationalen und internationalen Leitlinien stark empfohlen. Neben ihren Vorteilen bergen SGLT2-Inhibitoren jedoch auch Risiken. Eine seltene, aber schwerwiegende Nebenwirkung ist die sogenannte SGLT2-Inhibitor-assoziierte Ketoazidose, die auch bei normwertigen Blutzuckerwerten auftreten kann und diagnostisch eine Herausforderung darstellt. Im Zusammenhang mit Operationen könnten Faktoren wie Nüchternheit, Stress und Inflammation dieses Risiko erhöhen. Daher empfehlen aktuelle Leitlinien, die Medikamente rund 72 Stunden vor einer Operation abzusetzen. Diese Empfehlung basiert jedoch auf begrenzter Evidenz. Neuere Studien zeigen derweil, dass trotz leitliniengerechtem Absetzen weiterhin Ketoazidosen auftreten können. Daten aus großen retrospektiven Registerstudien deuten außerdem darauf hin, dass SGLT2-Inhibitoren möglicherweise auch perioperativ organprotektive Effekte haben und die postoperative Sterblichkeit senken könnten. Zusammenfassend bestehen also große Unsicherheiten bezüglich des korrekten perioperativen Umgangs mit SGLT2-Inhibiotoren. Dieser Vortrag wird die aktuelle Evidenz zu diesem Thema vorstellen und in den perioperativen Kontext setzen.
TIA statt TIVA" Einblicke in die Anästhesie in Ländern des globalen Südens
Dr. S. Mittler, Münster
10. Dezember 2026, 17:00 Uhr
- hybrid- in der Reha Nova
Als ich vor über 25 Jahren die Gelegenheit bekam an einen Projekt im Süden von Uganda als Anästhesistin mitzuwirken, wusste ich noch nicht, dass das der Anfang eines spannenden, jahrzehntelangen Engagements für Ausbildung in den Ländern des globalen Südens sein wird.
Ich habe in all den Jahren in weiteren Projekten in Tansania, Eritrea und Ghana mitgewirkt und dabei sehr viele bereichernde Erfahrungen gesammelt. Der Blick über den Tellerrand hinaus hat mich dabei intensiv geprägt.
In meinem Vortrag habe ich einige Eindrücke und Erlebnisse über die Anästhesie unter anderen Bedingungen für sie zusammengestellt.
Vielen Dank für das interessante Notfallseminar Mythen und Fakten zur Schwerverletztenversorgung!
Dr. med. A. K.
Facharzt
Sehr cool! Gute Referenten, knackige Präsentationen, auf den Punkt gebrachte Diskussionen
Die Klinik für Anästhesiologie und operative Intensivmedizin stellt sich vor
Die Aufgaben dieser Klinik bestehen in der Betreuung von Patienten vor, während und nach einer Operation. Dazu gehört die Durchführung von Narkosen und Regionalanästhesieverfahren sowie die Überwachung und Aufrechterhaltung der lebenswichtigen Organfunktionen während der Operationen und der weiteren Betreuung des Patienten unmittelbar nach der Operation, einschließlich schmerztherapeutischer Maßnahmen und Intensivbehandlung.
Die Anästhesie oder Narkose dient in erster Linie der Schmerzfreiheit während einer Operation. Sie wird für jeden Patienten individuell geplant und durchgeführt.
Um dieses zu erreichen gibt es prinzipiell mehrere Möglichkeiten und Verfahren. Alle wichtigen Informationen zum Narkosevorgespräch (Prämedikation), dem geeigneten Narkoseverfahren, der Versorgung nach der Anästhesie sowie unsere speziellen Leistungsangebote finden Sie unter dem jeweiligen Stichwort auf der linken Seite.
Wir wünschen Ihnen für Ihren Aufenthalt alles Gute und hoffen, Ihnen jederzeit mit Rat und Tat zur Seite stehen zu können.
Ihr Prof. Dr. Frank Wappler
Impressum: Kliniken der Stadt Köln gGmbH Neufelder Straße 34 51067 Köln Sitz: Köln Amtsgericht Köln, HRB: 53323 St.-Nr. 218/5722/1536 , Finanzamt Köln-Ost Umsatzsteuer: DE 814063638 Tel.: +49 221 8907-0 E-Mail: postservice@kliniken-koeln.de Geschäftsführung: Daniel Dellmann Prof. Dr. med. Axel Goßmann Vorsitzender des Aufsichtsrats: Dr. med. vet. Ralf Unna, Mitglied des Rates der Stadt Köln Aufsichtsbehörden: Aufsichtsbehörden des Krankenhauses sind nach dem Krankenhausgestaltungsgesetz des Landes Nordrhein-Westfalen (KHGG NRW) vom 11.12.2007 (GV. NRW. S. 702): Stadt Köln als untere Aufsichtsbehörde Bezirksregierung Köln als obere Aufsichtsbehörde Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes NRW als oberste Aufsichtsbehörde Beauftragte für Medizinproduktesicherheit: Marek Bialkowski Klaus Kothen Xenia Krüger E-Mail: MedProdSicherheit@kliniken-koeln.de
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