Das Kolloquium der Klinik für Anästhesiologie und operative Intensivmedizin in Merheim findet als Webex-Event (ab September 2025 per Microsoft Teams) statt. Bis auf wenige Ausnahmen ist die Veranstaltung von der Ärztekammer Nordrhein anerkannt (2 Fortbildungspunkte). Die Anmeldung ist kostenlos!
Die Fortbildung findet in Microsoft Teams statt, die Namen der Teilnehmer sind für andere während der Veranstaltung nicht sichtbar.
Was wir aus Gaza und der Ukraine lernen können
Oberfeldarzt Dr. Dennis Ritter, Koblenz
22. Januar 2026, 17.30 Uhr Ich trage zu den Lessons identified und lessons learned des Sanitätsdienstes der Bundeswehr aus den Kriegen in Gaza und der Ukraine vor. Ziel ist es, den Zuhörenden den Weg des Patienten vom Ort der Verwundung über die erste Versorgung im Rahmen der Laienhilfe zur einer ersten qualifizierten Versorgung und Transport in die nächste ärztliche Einrichtung darzulegen. Von dort erfolgt der Überblick über die momentanen Verletzungsmuster und die Herausforderungen im Hinblick auf die Wundkontamination mit multiresistenten Keimen und die anschließende Versorgung einschließlich des strategischen Patiententransportes.
Hier gehe ich im Anschluss auf die mögliche Verteilorganisation in Deutschland ein und die daraus resultierenden Anforderungen an des zivile Gesundheitssystem.
Zu flach, zu tief, weiß nicht – Neues zur Theorie der Narkotika-Wirkung und Monitoring der Narkosetiefe
Prof. Dr. R. Ellerkmann, Dortmund
26. Februar 2026, 17.30 Uhr Die Feststellung, dass Narkosetiefe zu flach oder zu tief sein kann, dies bedarf keiner Klärung. Und dass wir manchmal ratlos sind und mutmaßen, die Narkose könne zu flach oder zu tief gewesen sein, da sind sich sicherlich auch alle einig. Aber ob das klassische Monitoring der Narkosetiefe mittels EEG-Messung das postoperative Delir vermeiden kann, da gibt es schon ein geteiltes Echo. Auch ist es fraglich, ob zu tiefe Narkose tatsächlich Einfluss auf die Krankenhausmortalität hat. Und lässt sich Awareness nicht eigentlich auch durch eine balancierte Narkose mit volatilen Anästhetika komplett verhindern. Reicht die Messung des frontalen EEGs überhaupt aus, um auch das implizite Bewusstsein zuverlässig auszuschalten. Und wie beeinflussen Muskelrelaxantien eigentlich die zuverlässige Messung der Narkosetiefe?
Die Möglichkeiten aber auch die Grenzen der Narkosetiefenmessung möchte ich gerne anhand der vorhandenen Literatur beleuchten und auch auf neue Erkenntnisse aus der DSA-Betrachtung (Density Spectral Array) des EEGs eingehen.
Perioperative Sauerstofftherapie – Radikal, Liberal, Konservativ - welche Strömung ist die richtige?
Prof. Dr. med. Marc Moritz Berger, Ludwigsburg
28. Mai 2026, 17.30 Uhr
Weltweit werden jährlich mehr als 310 Millionen Operationen durchgeführt. Der liberale Einsatz hoher Sauerstoffmengen im perioperativen Setting wird durch den Wunsch bestimmt, eine Hypoxämie zu verhindern. Aufgrund einer im Jahr 2016 von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) ausgesprochenen Empfehlung, werden hohe Sauerstoffkonzentrationen ebenfalls zur Reduktion postoperativer, chirurgischer Wundinfektionen (SSIs) eingesetzt. Bedenken hinsichtlich der Evidenz dieser Empfehlung und das Wissen über potenzielle Nachteile hoher Sauerstoffkonzentrationen haben zu erheblichen Diskussionen in der Fachwelt sowie zu einer großen Variabilität in der klinischen Praxis der perioperativen Medizin geführt. Im Bereich der Notfallmedizin und Intensivmedizin ist eine Hyperoxie überwiegend mit negativem Outcome assoziiert. Der Vortrag fasst die aktuelle Studienlage zur perioperativen Sauerstofftherapie zusammen und spannt einen kurzen Bogen zu der Frage, was diesbezüglich von der Höhenmedizin gelernt werden kann.
Vielen Dank für das interessante Notfallseminar Mythen und Fakten zur Schwerverletztenversorgung!
Dr. med. A. K.
Facharzt
Sehr cool! Gute Referenten, knackige Präsentationen, auf den Punkt gebrachte Diskussionen
Die Klinik für Anästhesiologie und operative Intensivmedizin stellt sich vor
Die Aufgaben dieser Klinik bestehen in der Betreuung von Patienten vor, während und nach einer Operation. Dazu gehört die Durchführung von Narkosen und Regionalanästhesieverfahren sowie die Überwachung und Aufrechterhaltung der lebenswichtigen Organfunktionen während der Operationen und der weiteren Betreuung des Patienten unmittelbar nach der Operation, einschließlich schmerztherapeutischer Maßnahmen und Intensivbehandlung.
Die Anästhesie oder Narkose dient in erster Linie der Schmerzfreiheit während einer Operation. Sie wird für jeden Patienten individuell geplant und durchgeführt.
Um dieses zu erreichen gibt es prinzipiell mehrere Möglichkeiten und Verfahren. Alle wichtigen Informationen zum Narkosevorgespräch (Prämedikation), dem geeigneten Narkoseverfahren, der Versorgung nach der Anästhesie sowie unsere speziellen Leistungsangebote finden Sie unter dem jeweiligen Stichwort auf der linken Seite.
Wir wünschen Ihnen für Ihren Aufenthalt alles Gute und hoffen, Ihnen jederzeit mit Rat und Tat zur Seite stehen zu können.
Ihr Prof. Dr. Frank Wappler
Den nachfolgenden Firmen danken wir für die Unterstützung der Kolloquien:
AbbVie Deutschland GmbH&Co.KG 750 ,- € Becton Dickinson GmbH 150 ,- € Medlinq Softwaresysteme GmbH 500 ,- € Pfizer 500 ,- € Karl Storz SE & Co. KG 1000,- €
Die Sponsoringbeträge werden verwendet für Software /Online Veranstaltung u. Reisekosten der Referenten